18. Januar 2016
Ein kleiner Bericht von der wir-haben-es-satt Demo in Berlin.
Am Freitagabend, den 15. Januar machte ich mich auf den Weg nach Engen. Von da aus fuhr unser, privat organisierter Bus. Wegen dem starken Schneetreiben bin ich beizeiten losgefahren und musste noch einige Zeit in der Kälte warten. Pünktlich um 20 Uhr kam der Bus endlich am Bahnhof an, und ich konnte zusteigen. Da Engen nicht die erste Haltestelle war, befanden sich schon einige Mitreisende im Bus. Darunter auch die Kris aus Konstanz. Wir haben gemeinsam beschlossen, dass wir zu der Demo fahren, und haben dazu extra ein Plakat entworfen und hergestellt.
Nach einigen Zwischenstopps, bei dem noch einige Leute eingesammelt wurden, ging es dann Richtung Berlin. Leider war der Bus mit 23 Personen nicht voll besetzt. Das gut daran war eigentlich nur, dass man etwas mehr Platz zur Verfügung hatte. Die Fahrt verlief reibungslos. Je weiter wir nach Norden fuhren, umso besser wurde das Wetter. Fast alle versuchten während der Fahrt zu schlafen, denn wir hatte ja am Samstag ein volles Programm.
Nach etwa 11 Stunden Fahrt kamen wir schließlich gegen 7 Uhr in Berlin-Moabit am Jugend-Gästehaus an. Dort erfuhren wir, dass die Zimmer erst um 15 Uhr bezogen werden konnten. Wir luden unser Gepäck im Gepäckraum ab und warteten darauf, dass wir starten konnten. Kris und ich nutzen die Zeit, um unserem Plakat den letzten Schliff zu geben.
Um halb neun machten wir uns mit dem Bus auf den Weg in die Markthalle in Berlin-Kreuzberg. Dort gab es ein kostenloses Frühstück, das von verschiedenen Organisationen gesponsert wurde. Auf einer kleinen Bühne konnte man auch einigen kurzen Vorträgen lauschen. Ein Mitorganisator der Demo hat dabei erklärt, dass die Demonstration von den Gegnern diffamiert wird, indem sie behaupten, dass dort Rechte und Veganer mitmischen. Soso, das fing ja ganz gut an …
Nach dem Frühstück fuhren wir mit der U-Bahn auf den Potsdamer Platz, von wo aus der Demozug starten sollte. In der Bahn trafen wir schnell noch mehr Menschen, die dasselbe Ziel wie wir hatten. Von unserem Abteil konnten wir dann auch irgendwann die Anreise der Trecker-Kolonne beobachten.
Beim Treffpunkt für die Demo war schon einiges los. Nachdem ich mir die verschiedenen Info-Stände angeschaut hatte, reihten wir uns mit unserem Plakat in den Block der Albert-Schweitzer-Stiftung ein und hörten den Beiträgen auf der Bühne zu.
In den verschiedenen Reden wurde erläutert, wie die Landwirtschaft von den Agrarriesen und Politik systematisch zerstört wird. Leider sah das Bühnenprogramm keinen Redner vor, der sich für eine Bio-Vegane-Landwirtschaft einsetzte. Ein Schweinebauer, der in seiner Gegend einen Massentierhaltungsstall verhindern will, hat nur einmal die Recherchearbeit von ARIWA erwähnt. Sonst war das Thema Tierrechte nicht vertreten.
Kurz bevor die Demo dann endlich starten sollte, wurden wir von einem Mitglied der Albert-Schweitzer-Stiftung darauf hingewiesen, dass unser selbstgemachtes Plakat nicht zu der Corporate Identity des Blocks passt. Deswegen haben wir uns erst mal ganz hinten dazugestellt. Der Demozug ging dann los. Irgendwann standen an der Seite einige Personen mit Tierrechtstransparenten, die Flugblätter verteilten. Kurzerhand entschieden wir uns, bei denen zu bleiben. Der Tierbefreiungs-Block hat sich dann am Schluss der Demonstration eingereiht, und so ging es dann durch ganz Berlin bis vor den Reichstag.
Leicht erschöpft kamen wir am Ort der Abschlusskundgebung an. Dort waren wieder einige Infostände aufgebaut. Von der Abschlusskundgebung bekamen wir leider nichts mit. Stattdessen machten wir uns auf den Weg zum Heinrich-Böll-Haus. Dort gab es eine kostenlose Suppe, die am Tag davor in der Schnippel-Disco gemacht wurde. Im Haus fanden jeweils 10-minütige Vorträge von verschiedenen Organisationen statt. Wir hörten uns einige an und liefen dann zu Fuß zum Jugendgäste-Haus.
Inzwischen konnten wir dort unsere Zimmer beziehen. Nachdem man sich etwas frisch gemacht hatte, traf man sich um halb acht an der Rezeption mit den anderen Mitreisenden unseres Busses. Der Abschluss unseres langen Tages fand schließlich in einem Bio-Restaurant in der Nähe statt. Leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt. Das Essen war super, wenn auch nicht ganz billig. Es ergaben sich noch einige interessante Gespräche, bis man schließlich wieder zu unserer Herberge zurückkam und sich erschöpft schlafen legte.
Am nächsten Morgen klingelte bereits um 7.30 Uhr wieder der Wecker. Nach dem Frühstück ging es dann um 9 Uhr wieder Richtung Heimat. Die Rückreise verlief genauso unproblematisch wie die Anreise.
Die Demo war interessant. Wir waren in einem kleinen Block, der mir ein wenig unorganisiert vorkam. Im Nachhinein wäre ich lieber bei der Albert-Schweitzer-Stiftung geblieben. Auch habe ich erst bei der Rückfahrt mitbekommen, dass auch PETA bei der Demo dabei war. Insgesamt war auf der Demo ein breites Bündnis aus verschiedenen Orgas









