22. November 2015
Leicht müde, aber satt sitze ich vor meinem Schreibtisch. Vor mir stapeln sich die Prospekte, Visitenkarten und Broschüren von etlichen interessanten Firmen. Ich war heute nämlich auf der Veggi- und frei von…-Messe in Stuttgart. Ich war von Anfang an da und konnte noch gemütlich durch die Stände laufen, als alle noch mit dem Aufbau und Herrichten beschäftigt waren. Später war das nicht mehr möglich. Um 10 Uhr öffnete die Messe offiziell die Pforten, und ab da herrschte zwischen den Ständen ein unglaubliches Gedränge.
Vorab hab ich mir schon mal angeschaut, was es auf den Bühnen für Vorträge gab, und hab mir zwei rausgesucht, die mich interessieren. Danach kämpfte ich mich erst mal zum Bäcker durch und hab mir was zum Frühstück gekauft. Ich bin dann eine Runde gelaufen, um mich mal grob zu orientieren, was ich mir genauer anschauen wollte. Nach einigen Gesprächen und den ersten ergatterten Broschüren ging ich so gegen 12 Uhr zum ersten Vortrag, der mich interessierte. Es ging um die rohköstliche Ernährung in der Winterzeit mittels Wildkräutern und Superfoods, was ganz interessant war.
Nach dem Vortrag hab ich mich erst mal am Veganz-Fast-Food-Stand angestellt und mir einen Cheeseburger geholt, der mir auch richtig gut geschmeckt hat. Ein Tagesziel von mir war nämlich auch noch, dass ich mich vollfresse. Beim Essen ergab sich dann auch ein interessantes Gespräch mit meiner zufälligen Sitznachbarin. Bei dem Vortrag wurde auch ein wenig Werbung für verschiedene Superfoods gemacht. Die wollte ich mir mal genauer anschauen und habe mich auf die Suche nach dem Stand gemacht. Irgendwie habe ich es jedoch immer geschafft, an ihm vorbeizugehen. Dabei bin ich wieder an diversen anderen Ständen zum Probieren und an Gesprächen hängen geblieben. Zwischendurch habe ich dann auch den ein oder anderen Bekannten getroffen und mich zusätzlich zu einem Schwätzchen verleiten lassen.
Als ich die Superfoods endlich gefunden hatte, habe ich zwei Dinge gelernt. Erstens: Die Hälfte der Beeren und Pulver schmeckt wirklich grauenvoll, und zweitens sind sie wirklich sündhaft teuer. Das muss ich mir zu Hause noch mal überlegen, ob ich mir die zulege (vielleicht finde ich ja auch noch jemanden, der mich da ein wenig beraten kann).
Nach einem kurzen Abstecher zu den anderen Hallen der Messe habe ich mich dann wieder zu dem Vortrag vom geschäftsführenden Vorstand der Albert-Schweitzer-Stiftung, Mahi Klosterhalfen, eingefunden. Und ich muss sagen, der hat mich wirklich begeistert! Er hat unter anderem erzählt, wie die Stiftung es geschafft hat, dass aus den Discountern die Eier aus Käfighaltung verbannt wurden. Im letzten Teil meinte er, dass die Zeiten, in denen „vegan“ eine Nische ist, vorbei sind. Zwar wird es immer wieder ein paar Aufs und Abs geben, aber im Endeffekt wird sich die Lebensweise durchsetzen. Das hat mich wieder richtig motiviert.
Nach dem Vortrag habe ich es dann noch geschafft, den letzten veganen Döner zu ergattern. Zwar habe ich es nicht geschafft, mich so vollzufressen, wie ich es geplant hatte (ich bin nicht nach Hause gekugelt), aber ich fand, dass es trotzdem ein toller Tag mit interessanten Gesprächen und netten Leuten war. Nächstes Mal bin ich sicher wieder dabei.
Eine kleine Vorankündigung gibt es noch:
Der nächste Vegan Street Day in Stuttgart findet am 15. Mai 2016 statt.
Es waren ja noch mehr Leute aus der Gruppe auf der Messe. Vielleicht können die ja noch ein paar Worte zu ihren Eindrücken schreiben.



