22. Oktober 2015
Ich war gestern im Agenda-Kino in Rottweil. Es lief der Film „Landraub“, in dem es darum geht, wie Politik und global agierende Firmen kleine Bauern auf der ganzen Welt zugrunde richten. Es ist ein sehr informativer Film, den es sich lohnt anzuschauen. Es wird darin zum Beispiel gezeigt, wie in Kambodscha die Leute von ihrem Land vertrieben werden, um Zuckerrohr anzubauen, das dann als Treibstoff in den Westen exportiert wird. Oder in Äthiopien werden riesige Gewächshäuser betrieben, in denen die Einheimischen für Hungerlöhne arbeiten, damit Fünf-Sterne-Restaurants in Dubai versorgt werden können. Leider fand ich, dass der Aspekt der Verschwendung von Nahrungsmitteln durch die Tierhaltung zu wenig, eigentlich sogar gar nicht, angesprochen wurde.
Nach dem Film gab es dann eine kleine Diskussion mit Ulrike Hartmann-Mitz, einer Agraringenieurin, die acht Jahre in Papua-Neuguinea gearbeitet hat. Auf die Frage, was man denn machen kann, um die Situation zu verbessern, hat sie dann gesagt, dass tierische Produkte ein großes Problem sind.
Ich wollte mich dann im Foyer noch mal mit ihr unterhalten. Leider hat das nicht so ganz funktioniert, weil ich nicht der Einzige mit der Idee war. Allerdings hat sich dann ein Gespräch mit einer anderen Frau ergeben. Es hat sich herausgestellt, dass sie fast vegan lebt und auf dem Markt in Rottweil am Demeter-Stand arbeitet. Sie hat mir auch gesagt, dass es wohl in Dunningen jemanden vom VEBU gibt. Auf jeden Fall werde ich versuchen, den Kontakt auszubauen.
Was den VEBU angeht, hab ich im Netz tatsächlich eine Kontaktadresse gefunden, die ich heute auch schon angeschrieben habe. Mal sehen, was sich da ergibt.
Abschließend noch ein Termin:
Ulrike Hartmann-Mitz hält am nächsten Donnerstag einen Vortrag im Kapuziner in Rottweil. Wenn es zeitlich reinpasst, würde ich da eventuell hingehen. Weitere Infos finden sich hier:
https://www.agenda-rottweil.de/